Flexibles Prototyping & Testing

Die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden. ...

"Mit diesem Mock-Up hat zweigrad es geschafft, dass wir einfach und schnell Entscheidungen treffen konnten, die für eine benutzer-
freundliche und hochwertige Bedienkabine von großer Bedeutung waren.", so Jens Kleeberg, Product Manager der Knape-Gruppe.

Als Entwicklungspartner für Knape testeten wir anhand eines einfachen, anpassbaren 1:1 Mock-Ups die optimale Position für alle Interior-Einzelteile der Unimat-4S-Kabine.

Dass der Mensch bei unserer Designentwicklung im Mittelpunkt steht, spiegelt sich in unserem agilen Designprozess wieder. Der frühzeitige Prototyp war für uns ein wichtiges Werkzeug, um die Usability in enger Abstimmung mit unserem Auftraggeber und seinen Erfahrungen im Umgang mit den Maschinen zu überprüfen. Mit unserer Expertise im Bereich der Ergonomie und der User Experience sind wir in der Lage, mit solchen Modellen unterschiedliche Nutzungsszenarien anhand flexibler Aufbauten schnell zu simulieren und zu evaluieren.

Ein erfolgreiches Produkt als Resultat einer guten Zusammenarbeit

Im Interview mit Frau Dillmann (Marketingdirektorin von DENTSPLY Friadent) ...

zweigrad: Frau Dillmann, was hat Ihnen an der Zusammenarbeit mit zweigrad besonders gut gefallen?

B. Dillmann: Sehr überzeugend war das sehr systematische Vorgehen Ihres Unternehmens bei der Entwicklung eines Produktes, das am Markt später als innovativ wahrgenommen werden und einwandfrei funktionieren sollte.
Sie haben sich in diesem Prozess durch persönliche Besuche Ihrer Entwickler bei unseren Kunden vor Ort und live in der Praxis angesehen, wie so eine Chirurgie-Kassette in der Umgebung einer Praxis funktionieren muss. Vor dem Hintergrund der gültigen medizinischen Richtlinienhaben haben Sie so zum Beispiel auch die Materialwahl für das Tray sehr gut empfohlen – das heißt bei Ihrer Arbeit spielten nicht nur innovatives Design und Form, sondern eben gleichgewichtet auch Funktionalität und Realisierbarkeit ohne die sonst häufigen nachträglichen Einschränkungen die entscheidende Rolle.
Ich erinnere mich auch gut, dass wir gemäß dem Vorgehen von zweigrad Vertreter aller für eine innovative Produktentwicklung benötigten Disziplinen in einem ersten Workshop zusammengeführt haben. Hier brachten also jeweils Experten von Seiten der Entwicklung über den Vertrieb und das Produktmanagement bis hin zu den Klinikern entscheidendes Know-how ein, das notwendig ist, um zu verstehen, was eine Chirurgie-Kassette in der Zahnimplantologie leisten muss. Wir haben in diesem interaktiven Workshop auf diese Weise eine Grundlage geschaffen, mit der das gewünschte Produkt zielgerichtet entwickelt werden konnte.

zweigrad: Sie loben die sehr systematische Vorgehensweise von zweigrad – ist so eine Vorgehensweise flexibel genug für hoch innovative Märkte, in denen es schnell gehen muss?

B. Dillmann: Nach unserer Erfahrung gab es trotz des klar strukturierten Prozesses auch die tatsächlich nötige Flexibilität, anders als ursprünglich geplant zu gestalten. Ich erinnere sehr gut, dass wir den Eindruck hatten, dass auch auf der anderen Seite sehr erfahrene und professionelle Designer und Projektmanager sitzen. Alle Prozesse waren transparent und nachvollziehbar.

zweigrad: Frau Dillmann, können Sie sagen, was der besondere Erfolg der Chirurgie-Kassette ist? Und was da der Anteil unseres Industriedesigns ist?

B. Dillmann: Das Chirurgie-Kassetten-Design war bei uns nicht nur ein Relaunch eines verbesserungswürdigen Medizinproduktes, sondern Bestandteil eines kompletten Rebrandings unseres Unternehmens. Was das Produkt selbst betraf, war eine klare Überarbeitung aus der funktionellen Perspektive notwendig: in den Arbeitsabläufen, in der Klarheit der Bohrerreihenfolge, in den sicheren Halterungen für die Bohrer, in der Langlebigkeit und Handlingsfreundlichkeit für die Helferin in der Praxis. Auch Organisationsinstrumente wie den kleinen Organizer, den wir eingebaut haben, haben geholfen, die Bohrer während des OP-Vorgangs sauber abzulegen. Kurz zusammengefasst: alles Dinge, die den Arbeitsalltag besser unterstützen.

Neben dieser funktionellen Seite war jedoch auch eine klare Integration unserer Chirurgie-Trays in einen allgemeinen Unternehmensauftritt wichtig für uns. Die Trays sind tägliches Arbeitswerkzeug unserer Anwender und somit wichtige Imageträger. Sie sollten angepasst an den allgemeinen neuen Auftritt auch eine moderne und „nahbare“ Optik erhalten, um ein sehr medizinisches und komplexes Produkt trotzdem möglichst beherrschbar, einfach und sympathisch für den Anwender zu machen. Das Industriedesign war da aus meiner Sicht sehr entscheidend.

Der Erfolg hat uns Recht gegeben. Das Produkt war schon insofern innovativ, dass es eine schwarze Oberfläche hatte und damit sehr ungewöhnlich für die Chirurgie designt war. Gleichzeitig sorgt es durch die modulare Aufbauweise dafür, dass man die Trays gemäß der Bohrer und Implantate-Durchmesser, die ein Anwender benutzt, höchst flexibel gestalten kann. Wir sehen auch eine sehr hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit diesem Produkt, weil es tatsächlich sehr innovativ und eigenständig im Markt ist und sich bisher von allen Chirurgie-Kassetten des Wettbewerbs abhebt. Wir werden auch heute noch oft auf diese Trays angesprochen, weil sie sehr anders aussehen als die des Wettbewerbs. Sie werden in ihrer Modularität genutzt und geschätzt, sind gut zu reinigen, sehr übersichtlich in der Anwendung und leicht als DENTSPLY Friadent Kassetten zu identifizieren. All das, was wir damals angestrebt haben, ist also hervorragend gelungen.